Pflanzen düngen
Pflanzen richtig düngen – die optimale Nährstoffversorgung für gesundes Wachstum
Damit Pflanzen kräftig wachsen, sattgrüne Blätter entwickeln und widerstandsfähig bleiben, benötigen sie ausreichend Nährstoffe. Besonders Heckenpflanzen, Obstgehölze und Sträucher profitieren von einer regelmäßigen Düngung. In diesem Ratgeber erfährst du, wann und wie man Pflanzen richtig düngt, welche Dünger sich am besten eignen und worauf du unbedingt achten solltest.
Warum sollte man Pflanzen düngen?
Im Laufe der Zeit verbrauchen Pflanzen die Nährstoffe im Boden – Regen und Bewässerung waschen zusätzlich Mineralien aus.
Ohne regelmäßige Nährstoffzufuhr können Symptome wie gelbe Blätter, schwacher Wuchs oder geringe Frosthärte auftreten.
Düngen sorgt für:
- kräftige neue Triebe
- dichteres Wachstum, besonders bei Hecken
- bessere Wurzelentwicklung
- gesündere, widerstandsfähigere Pflanzen
- mehr Blüten und Früchte
Besonders Heckenarten wie Hainbuche, Liguster, Eibe oder Kirschlorbeer benötigen im Frühjahr ausreichend Nährstoffe für einen kräftigen Wiederaustrieb.
Beste Zeit zum Düngen – wann beginnt man?
Frisch gepflanzte Pflanzen
Wichtig: Im Pflanzjahr nicht düngen!
Die Wurzeln müssen sich erst am neuen Standort etablieren. Zu viel Dünger kann junge Pflanzen sogar schwächen.
1. Hauptdüngung: Frühjahr (April–Juni)
Sobald die Temperaturen steigen und die Pflanzen neu austreiben, ist der perfekte Zeitpunkt. Die Nährstoffe werden nun optimal aufgenommen.
2. Sommerdüngung: Juli
Eine leichte Nachdüngung unterstützt das Wachstum bis zum Spätsommer – besonders bei nährstoffhungrigen Hecken.
Ab August nicht mehr düngen
Damit die Pflanzen ausreifen können und ausreichend Frosthärte für den Winter entwickeln.
Welche Dünger sind am besten geeignet?
Düngen ist meistens eine eigene Philosophie und fragt man drei verschiedene Menschen, erhält man drei verschiedene Antworten. Vom Düngen mit Kaffeesatz bis hin zu Blaukorn, gehen die Meinungen auseinander.
Organische Dünger
Sie sorgen für ein gesundes Bodenleben, wirken langfristig und schonend. Eine genaue Nährstoffdosierung ist aber schwierig:
- Hornspäne
- Kompost
- organische Langzeitdünger für Hecken
Organisch-mineralische Dünger
Perfekt für alle, die schnelle und langfristige Wirkung kombinieren möchten.
Mineraldünger
Wirkt sehr schnell, muss aber exakt dosiert werden. Eine Überdosierung kann durch Exosmose zum Absterben der Pflanze führen.
Warum wir in der Baumschule mit mineralischem Dünger arbeiten
In unserer Baumschulproduktion setzen wir bewusst auf mineralischen Dünger, da er uns eine präzise Kontrolle über die Nährstoffversorgung unserer Pflanzen ermöglicht. Mineralische Dünger enthalten exakt definierte Mengen an Stickstoff, Phosphor, Kalium und wichtigen Spurenelementen, die in organischen Düngern schwieriger zu dosieren sind oder nicht in verfügbarer Form enthalten sind. Dadurch stellen wir sicher, dass jede Pflanze genau die Nährstoffe bekommt, die sie für ein gesundes Wachstum benötigt.
Ein weiterer Vorteil: Mineralische Nährstoffe sind sofort verfügbar. Im Gegensatz zu organischen Düngern müssen sie nicht erst durch Mikroorganismen im Boden umgewandelt werden – ein Vorgang, der vor allem in der Produktion viel Zeit und zusätzliche Ressourcen beanspruchen würde. So können wir den Nährstofffluss exakt steuern, bei Bedarf nachdüngen oder die Düngung jederzeit stoppen, wenn die Pflanzen keine zusätzliche Versorgung mehr benötigen.
Besonders in der Containerproduktion ist diese Kontrolle entscheidend. Hier dürfen Nährstoffe nicht unkontrolliert ausgespült werden, denn das belastet nicht nur die Umwelt, sondern verursacht auch unnötig hohe Kosten. Durch präzise Dosierung und moderne Bewässerungstechnik stellen wir sicher, dass der Dünger optimal aufgenommen wird und nicht ins Grundwasser gelangt. Auf diese Weise wachsen unsere Pflanzen gesund, kräftig und nachhaltig – und du erhältst eine Qualität, die sich langfristig auszahlt.
Darüber hinaus arbeiten wir eng mit einem renommierten Düngerhersteller zusammen, um unsere Düngung stetig weiterzuentwickeln. Gemeinsam testen wir neue Rezepturen und unterstützen aktiv Düngerversuche direkt in unserer Baumschule. So können wir laufend prüfen, wie Pflanzen auf unterschiedliche Nährstoffzusammensetzungen reagieren und welche Dünger am effizientesten wirken.
Diese enge Zusammenarbeit ist für uns besonders wichtig, denn die Anforderungen von EU und Staat an die Landwirtschaft und den Gartenbau steigen kontinuierlich. Durch regelmäßige Prüfungen, Versuchsreihen und Weiterentwicklungen stellen wir sicher, dass unsere Produktion nicht nur effizient, sondern auch zukunftsfähig, ressourcenschonend und gesetzeskonform bleibt. Unser Ziel ist es, die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten und gleichzeitig hochwertige, kräftige Pflanzen zu produzieren – heute und in Zukunft.
Düngen und Gießen – so wirkt der Dünger optimal
Damit der Dünger seine volle Wirkung entfalten kann, braucht der Boden Feuchtigkeit und warme Temperaturen.
Nach dem Düngen immer gut wässern, damit die Nährstoffe freigesetzt werden und in die Wurzelzone gelangen. Hier können sie von der Pflanze aufgenommen werden.
Besonders bei sandigen Böden oder Hitzeperioden ist eine ausreichende Bewässerung entscheidend.
Häufige Fehler beim Düngen
- zu früh oder im Pflanzjahr gedüngt
- Überdüngung mit Mineraldünger
- Düngen bei Hitze oder Trockenheit
- Dünger direkt an Stamm oder Wurzeln „gekippt“
- zu späte Düngungen im Herbst
Diese Fehler lassen sich leicht vermeiden, wenn man auf die richtige Dosierung und Jahreszeit achtet. Diese Angaben sind immer auf der Verpackung nachzulesen!
Fazit: Regelmäßiges Düngen sorgt für gesunde und starke Pflanzen
Eine bedarfsgerechte Düngung ist der Schlüssel für langlebige, kräftige und dichte Pflanzen.
Wer seine Hecken, Sträucher und Obstgehölze im Frühjahr richtig düngt und auf organische Nährstoffe setzt, schafft die beste Grundlage für ein gesundes Wachstum.