Die "Eibe" ist eine langsam wachsende, immergrüne Heckenpflanze, die absolut umkompliziert in der Pflege und in der Standortwahl ist.
Wind und Frost können ihr nichts anhaben und auch Lärm schirmen die unzähligen, kleinen Nadeln wunderbar ab.
Die Eibe kann in unterschiedlichste Formen geschnitten werden und kann als Formgehölz in vielen Schlossgärten bestaunt werden.
Herkunft und Namensgebung
Die Gemeine Eibe trägt den botanischen Namen Taxus baccata und wird auch Europäische Eibe genannt. Sie ist eine in Deutschland und weiten Teilen Europas heimische Gehölzart.
Das feste und zugleich elastische Holz der Eibe wurde bereits in früheren Jahrhunderten unter anderem für Bögen, Armbrüste, Werkzeugteile und Drechselarbeiten genutzt. Die intensive Holznutzung, frühere Formen der Waldbewirtschaftung und das langsame Wachstum der Eibe führten dazu, dass ihre natürlichen Bestände in vielen Regionen stark zurückgingen.
Heute kommt die Eibe in Deutschland weiterhin in natürlichen Waldbeständen vor, ist dort jedoch deutlich seltener als viele andere heimische Baumarten.
Eigenschaften
Die Eibe ist ein immergrünes Nadelgehölz mit weichen, dunkelgrünen Nadeln. Sie wächst vergleichsweise langsam und erreicht abhängig von Standort, Alter und Pflege häufig einen jährlichen Zuwachs von etwa 15 bis 30 cm.
Durch regelmäßigen Rückschnitt kann die Eibe sowohl als niedrige Einfassung als auch als höhere Hecke verwendet werden. Ihre dicht verzweigten Triebe und das immergrüne Laub ermöglichen einen ganzjährigen Sichtschutz. Wie blickdicht die Hecke tatsächlich wird, hängt vom Pflanzabstand, dem Alter der Pflanzen und dem regelmäßigen Aufbau- und Formschnitt ab.
Die Eibe ist gut schattenverträglich und eignet sich auch für Standorte mit wenig direkter Sonneneinstrahlung. Sie kann außerdem mit dem Wurzeldruck größerer Gehölze vergleichsweise gut zurechtkommen. Unter alten Bäumen ist der Boden jedoch häufig trocken, sodass besonders während der Anwachsphase auf eine ausreichende Wasserversorgung geachtet werden muss.
Boden und Standort
Die Eibe ist gegenüber unterschiedlichen Bodenarten vergleichsweise anpassungsfähig. Besonders günstig sind humose, nährstoffreiche und gut durchlässige Böden mit einer gleichmäßigen, aber nicht anhaltend nassen Bodenfeuchtigkeit.
Geeignet sind sonnige, halbschattige und schattige Standorte. In tiefem Schatten kann das Wachstum langsamer und lockerer ausfallen als an einem helleren Standort.
Gut eingewachsene Eiben vertragen vorübergehend trockenere Bedingungen. Frisch gepflanzte Eiben benötigen dagegen eine regelmäßige und durchdringende Bewässerung. Auch in trockenen Wintern kann es erforderlich sein, an frostfreien Tagen zu gießen.
Anhaltende Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Sie kann die Wurzeln schädigen, zu gelben oder braunen Nadeln führen und im weiteren Verlauf das Absterben der Pflanze verursachen.
Pflege und Rückschnitt
Die Eibe wächst langsam bis mäßig schnell und lässt sich gut in Form halten. Ein jährlicher leichter Formschnitt reicht häufig aus, um eine bestehende Hecke auf der gewünschten Höhe und Breite zu halten.
Ein schonender Form- und Pflegeschnitt kann beispielsweise im Juni erfolgen. Bei Bedarf ist im Spätsommer ein weiterer leichter Pflegeschnitt möglich. Kontrollieren Sie die Hecke vor jedem Schnitt sorgfältig auf bewohnte Vogelnester.
Eine besondere Eigenschaft der Eibe ist ihre Fähigkeit, auch aus älterem, unbenadeltem Holz wieder auszutreiben. Deshalb können zu groß gewordene oder verkahlte Eibenhecken durch einen fachgerechten Verjüngungsschnitt neu aufgebaut werden.
Nach einem starken Rückschnitt benötigt die Pflanze allerdings Zeit, um wieder eine geschlossene und blickdichte Oberfläche zu entwickeln. Ein kräftiger Rückschnitt sollte deshalb schrittweise und möglichst während der zulässigen Schnittperiode zwischen Oktober und Ende Februar erfolgen.
Giftigkeit der Eibe
Die Nadeln, die Rinde, das Holz und die Samen der Eibe enthalten giftige Taxine. Auch vertrocknete oder abgeschnittene Pflanzenteile bleiben giftig.
Weibliche Eiben können im Spätsommer und Herbst auffällige rote Samenmäntel bilden. Das rote Fruchtfleisch selbst enthält keine Taxine, umschließt jedoch einen giftigen Samen. Die roten Fruchtstände und andere Pflanzenteile sollten deshalb nicht verzehrt werden.
Besondere Vorsicht ist in Gärten mit kleinen Kindern sowie in der Nähe von Pferden, Rindern und anderen Weidetieren erforderlich. Schnittgut darf nicht auf Weiden oder an für Tiere zugänglichen Stellen gelagert oder entsorgt werden.
Durch regelmäßigen Rückschnitt lässt sich die Bildung der roten Samenmäntel verringern, vollständig ausschließen lässt sie sich bei weiblichen Pflanzen jedoch nicht.
Gut zu wissen
Die roten Samenmäntel weiblicher Eiben können von verschiedenen Vogelarten aufgenommen werden. Dabei wird der Samen häufig unzerkaut wieder ausgeschieden und auf diese Weise verbreitet.
Die lange Kulturzeit beeinflusst den Preis größerer Eibenpflanzen. Preisunterschiede können unter anderem von der Pflanzenhöhe, der Anzahl der Verpflanzungen, dem Kulturaufwand, der Vermehrungsart und der Qualität der Ausgangspflanzen abhängen.
Fazit
Die Gemeine Eibe ist eine in Deutschland heimische, immergrüne und gut schnittverträgliche Gehölzart. Sie eignet sich für niedrige und hohe Hecken, schattige Gartenbereiche sowie geschnittene Formgehölze.
Trotz ihrer großen Standorttoleranz benötigt sie einen Boden mit gutem Wasserabzug und während der Anwachsphase eine zuverlässige Wasserversorgung. Aufgrund der giftigen Nadeln, Samen und übrigen Pflanzenteile sollte der Standort besonders in Gärten mit Kindern oder in der Nähe von Weidetieren sorgfältig gewählt werden.
Ein Hallo an das Hecken-Direkt Team, habe die 52 Taxus Pflanzen gerade erhalten. Sehr gute, kräftige Pflanzen. Diese Qualität gibt es hier im Ruhrgebiet nicht. Bin sehr zufrieden . Mit freundlichen Grüssen .. Liane Pichel
Ruhrgebiet nicht. Bin sehr zufrieden . Mit freundlichen Grüssen .. Liane Pichel
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